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Music was my first love

SoundHouse & Friends war wieder ein echter Knüller

"Musik war meine erste Liebe und sie wird auch meine letzte sein" Unser vierter Liederabend am vergangenen Samstag ließ keinen Zweifel aufkommen, dass diese Zeilen aus dem Superhit  "Muisc"  keine leeren Worte waren. Diese Liebe zur Musik sprang schon nach den ersten Liedern auch auf das begeistert mitgehende Publikum in der gut besuchten Festhalle über.  

"When marimba rhythm start to play", wenn die Marimba zu spielen anfängt, mit dem Swing-Klassiker "Sway" eröffneten wir das dreistündige Konzert. Nach der Begrüßung durch unsere 1. Vorsitzende Marianne Uhrich und einer Gedenkminute für den verstorbenen Bürgermeister i.R. Erich Bertsch, der unseren Verein immer unterstützte, setzten wir den musikalischen Reigen mit "I Believe I Can Fly von R. Kelly fort.  Anschließend heimste Dinah Schrieb mit einem glänzenden Solo bei "Beautiful" (Linda Perry) erste Meriten ein und wurde dafür mit donnerndem Applaus belohnt. Weiter ging es mit einem feurigen Ritt nach Mexiko ("Ride Like the Wind"/Christopher Cross), einem Abstecher nach "Africa" (Toto) und einem abschließenden Besuch auf der "Proud Mary" (CCR/John Fogerty), die gerade vor New Orleans ankerte.

"Alles nur geklaut" sangen nicht nur die Prinzen sondern auch der nächste Chor, die Sound Harmonists aus Kirchheim.Es folgte ein choreografisch gestyltes "Mamma Mia" (ABBA), kurz darauf führte ein älterer Herr auf der Autobahn ein Selbstgespräch über ein hübsches Mädchen "Im Wagen vor mir". Der Gesangverein beschloss seinen Auftritt mit "Goodnight Sweetheart", einem Hit aus den 1950ern und dem schon eingangs erwähnten "Music" von John Miles, das noch von einem mitreißenden Solo gekrönt wurde. Verständlich, dass darauf noch eine Zugabe folgen musste.

"Sur le pont d'Avignon" , auch französisch wurde gesungen und zwar vom Belcanto Frauenchor aus Sandhausen. Dieser Chor ist schon aufgrund seiner rastlosen Chorleiterin Anetta Stanewa-Gilbert ein Ereignis, für die es immer wieder Szenenapplaus gab. Das soll die Leistung der Damen aber nicht schmälern. Im Gegenteil, mit den Gospeln "Babylon's Falling", "Let's talk about Jesus", dem lebhaften Calypso "Jamaica farewell", ursprünglich ein großer Hit für Harry Belafonte,  sowie dem immer wieder gerne, aber selten so dynamisch gehörten "Heaven is a wonderful place" zeigte der Chor, was in ihm steckte. Und das war nicht gerade wenig. Natürlich musste es für so viel Aufwand auch noch eine Zugabe geben.

Es folgte nach der Pause wieder ein bemerkenswerter Auftritt unseres Vizechorleiters Thomas Hambrecht am Piano. Mit einem flotten Boogie Woogie und "Asturia", seinem Erfolgsstück aus dem vergangenen Jahr, löste er bei den Zuschauern einen wahren Begeisterungssturm aus.

"Have a nice day", so klang es bei den ALIVE Vocals aus Schwetzingen. Diesem schönen Tag, respektive Abend, schlossen sich der Beach-Boys-Hit "Barbara Ann", das fröhliche "Down by the River" (Albert Hammond) und das vom kleinen Frauen-Ensemble wunderbar sphärisch gesungene "Hallelujah von Leonard Cohen an. Als letztes Lied stimmte Dirigentin Vera Pfannenstiel noch das nachdenkliche  "Thank you for the music" von ABBA an. Danke für die Musik und danke an die "lebendigen Stimmen".

"Karlsruh" Damit enterten schrille und knallbunte Frauen als Letzte die Bühne, die zwar von dieser Welt, aber vom anderen Ufer waren - der WEIBrations Lesbenchor aus Karlsruhe. Und "Karlsruh" ("Downtown" von Petula Clark), das noch in "Sandhausen" und "SoundHouse" umgedichtet wurde, brachte das Publikum sofort zum Toben. Mit dem unaussprechlichen, aber lustigen "Empä uskunut", einer Aneinanderreihung von Worten, die sich tatsächlich finnisch anhörten, "Top of the World" (The Carpenters), und dem wunderschön hymnischen "And so it goes" (Billy Joel) verdienten sich die WEIBrations die völlig verdienten standing Ovations der Zuschauer. Dieser grandiose Frauenchor war ein echter Brüller. Noch zwei umjubelte Da capos  und das war er auch schon, unser vierter SoundHouse & Friends-Liederabend. Es war wieder ein beschwingtes und an Abwechslung reiches Programm mit insgesamt 34 gesungenen Titeln, was die Chöre aus Sandhausen, Kirchheim, Schwetzingen und Karlsruhe den Gästen boten.

Durchs Programm führten Christine Münkel und Christian Niemann, wie immer informativ, witzig und locker-flockig.  

Wir bedanken uns bei:

Özer Dogan, Chorleiter und Dirigent
Thomas Hambrecht und Marcus Haag: Unsere Begleitung am Klavier und Cajon
Mutze und Dirk: Licht und Ton
Torsten Uhrich: Hausfotograf
dem Team der Festhalle
allen Helfern vor und hinter der Bühne, im Restaurant und in der Küche

Bericht: Thomas Hirscher  Fotos: Torsten Uhrich 


Unter den Linden

lässt es sich gut Sommer feiern

Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum. Den Brunnen denken wir uns jetzt einfach weg und dafür stellen wir noch ein paar Lindenbäume auf. Fertig ist der Festplatz für unser Sommerfest, das wir am 20. Juli im Innenhof des Wichernhauses feierten. Die Bäume waren auch dringend notwendig, spendeten sie doch den kühlenden Schatten an diesem heißen Sommertag. Dieses mal gab es zu dem wieder sehenswerten Buffet noch lecker Gyros vom Grill. Es wurde viel gemampft und geklampft. (Nach der Schlemmerei packte unser Vizechorleiter Jan seine Klampfe aus und unterhielt sein Publikum mit bekannten Ohrwürmern. Mitsingen und -klatschen war ausdrücklich erlaubt. Währenddessen tobten sich die kleineren Kinder auf dem Spielplatz aus. Die Älteren spielten Fussball oder versuchten sich an der Slackline. Es zeigte sich, dass die Kinder das Balancieren auf dem zwischen zwei Bäumen gespannten Band schneller drauf hatten als die Erwachsenen. Erst spät in der Nacht endete unser diesjähriges Sommerfest, für dessen erstklassige Organisation Petra und Martina vom Festausschuss wieder ein großes Lob gebührt.  

Thomas Hirscher

 


Jan Alberts, Vizechorleiter

Vizechorleiter_Jan Foto klein.jpg


Unser Sänger Jan Alberts (44) hat vor kurzem den Lehrgang zum Vizechorleiter mit Erfolg abgeschlossen. Der gebürtige Hamburger spielt auf der Position Tenor und wechselte vor der Saison 2012/2013 ablösefrei vom Hamburger Chor "Monday, Monday" zu SoundHouse. Wir erwischten Jan nach der Singstunde zwischen Tür und Angel zu einem kurzen Interview.

SoundHouse:  Jan, was gefällt dir an SoundHouse?

Jan Alberts:    Eigentlich alles. Die Auswahl der Lieder, das Singen an sich, die gute Stimmung innerhalb                       der Mannschaft, das Gemeinschaftserlebnis und natürlich die Auftritte.

SH:                 Warum hast du den Lehrgang belegt?

J.A.:                Der Chor brauchte einen Vizechorleiter. Der Verein hat mich angesprochen und ich hatte                       Lust dazu. Es hat einfach gepasst.

SH:                 Wo und wann fand der Kurs statt?

J.A.:                Von April bis Mai an insgesamt sieben Samstagen, in Heidelberg-Pfaffengrund

SH:                 Welche Kenntnisse wurden vermittelt?

J.A.:                Dirigat, Musik- und Harmonielehre, Einsingübungen.

SH:                 Was hat dir besonders gefallen?

J.A.:                Die musikalische Weiterbildung, die Führung eines Chors, die Erweiterung bereits                       vorhandener Kenntnisse.

SH:                 Gab es ein Zeugnis?

J.A.:                Da es keine richtige Abschlussprüfung gab, bekam jeder Teilnehmer ein Zertifikat.

SH:                 Kannst du die erlernten Kenntnisse weiter vertiefen?

J.A.:                Anfang nächsten Jahres findet ein Aufbaukurs statt, den ich auch gerne belegen möchte.

Jan, wir danken dir für das Gespräch, wünschen dir weiterhin viel Spaß bei SoundHouse, und dass du die neuen Fähigkeiten bald in die Praxis umsetzen kannst.

Anmerkung: Der Vertrag mit Jan wurde übrigens auf unbestimmte Zeit  verlängert.

Interview: Thomas Hirscher



Nachruf

Mit Bestürzung haben wir erfahren, dass der langjährige Hausmeister der Festhalle, Herr Karl Müth, am vergangenen Samstag verstorben ist. Herr Müth unterstützte unseren Verein mit Rat und Tat, wann immer wir einen Auftritt oder ein Konzert in der Festhalle hatten. Wir trauern  mit seiner Familie und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Dantes Inferno und ein genialer Baumeister

Unser Chorwochenende in Traben -Trarbach

Die Mosel. Des Rheins längster Nebenfluss in Deutschland entspringt in den französischen Vogesen und mündet nach 544 Km am Deutschen Eck in Koblenz in den Rhein. An die Mosel also führte uns unser diesjähriger Vereinsausflug. Genauer gesagt: nach Traben-Trarbach. Traben-Trarbach? Den Namen haben sicher schon viele gehört, aber wer weiß denn schon, wo dieser Ort genau liegt. Das Städtchen mit gerade mal ca. 6000 Einwohnern liegt nur knapp 180 Km von Sandhausen entfernt zwischen Trier und Koblenz, idyllisch eingebettet in einer der vielen Moselschleifen. So, genug der Großsprecherei. Jetzt geht's ans Eingemachte. Freitag, 5.7., 15:00 Uhr, Gepäck im Bus verstaut,Vorfreude  riesig, der Busfahrer und das Wetter gut drauf und ab ging's. Hinter Worms zwang uns allerdings ein längerer Stau die Autobahn zu verlassen.Eine schöne Gelegenheit auf der folgenden Überlandfahrt durch die pfälzische Pampa die beschauliche Landschaft mit gluckernden Bächen, Wäldern und fetten Wiesen zu genießen. Kurz nach 18:00 Uhr erreichten wir dann unser Domizil: die Jugendherberge in Traben-Trarbach. Der Einquartierung und dem leidigen Betten beziehen, schloss sich ein Fussmarsch zur "Alten Zunftscheune" an, dem Lokal, das wir für unser Abendessen auserkoren hatten. Das Restaurant wirbt auf seiner Speisekarte mit dem Spruch: "Wir sind fit und flexibel. Sie werden es sehen!" Und tatsächlich, bereits nach zwei Stunden hatten wir alle ein reichhaltiges Mahl vor uns stehen. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, ein Lied zum Besten zu geben. Dies wiederum schreckte eine Horde Chinesen am Nebentisch auf, die natürlich sofort die Videokamera zückte. Also, wenn wir mal eine Konzerteinladung ins Reich der Mitte bekommen sollten... Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nachtruhe, machten wir uns am Samstag auf den Weg zur Ablegestelle unseres Schiffes, das uns nach Bernkastel-Kues bringen sollte. Ein Spaziergang von ca. 2 Km Länge, bei dem dann auch die Letzten von uns wieder richtig wach wurden. Auf der "Moselperle" (wie sollte der Kahn auch sonst heißen?) tuckerten wir gemächliche zwei Stunden durch die Weinberge. An der Mosel befindet sich übrigens auch der steilste Weinberg der Welt (Bremmer Calmont, 65 °). Im Ort angekommen, war Freizeit angesagt. Der gerade stattfindende Mittelaltermarkt wurde schnöde verschmäht - kennst du einen, kennst du alle. Stattdessen wurde entweder die Altstadt unsicher gemacht oder die Burg Landshut besichtigt, inklusive Turmaufstieg und herlichem Blick über das Moseltal. Der sich innerhalb der Burg befindliche Biergarten, nein es muss Weingarten heißen, Moselland ist schließlich Weinland, war aber mindestens genauso herrlich. Die Rückkehr per Bus war dann wesentlich schneller. Der Tag klang langsam aus mit einem Abstieg in die Traben-Trarbacher Unterwelt. Aber so tief wie in Dantes Inferno ging es dann doch nicht runter. Es war nur eine harmlose Führung durch die Weinkeller. Vor über 100 Jahren lagerten 15000 Fuder Wein in der Stadt (1 Fuder = 1000 L). Traben-Trarbach war damals nach Bordeaux der zweitgrößte Umschlagsplatz für Wein in Europa. Aus Platzgründen trieb man kilometerlange Gänge in das Schiefergestein, sodass die Stadt quasi durchlöchert wie ein Schweizer Käse ist. Der Star unter den Moselweinen ist natürlich der Riesling mit über 60% Anbaufläche. Der Rotweinanbau, Dornfelder und Spätburgunder, nimmt eine Fläche von nur 10% ein, nachdem der Anbau von 1933-1986 sogar verboten (!) war. Zum Abendessen versammelten wir uns im "Storcke Stütz", eine Gaststätte, dessen Annalen bis ins Jahr 1400 zurück reichen.  Sonntag: nach einer ausgeschlafenen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück mit Eiern "well-done", soll heißen hartgekocht, begaben wir uns auf eine wahrlich erquickliche, morgendliche Wanderung durch die hochalpine Weinberglandschaft. Immer begleitet von der gleißenden Sonne und dem Lied der Nachtigall (schmacht). Zur Belohnung winkten wunderschöne Ausblicke über das Moseltal und eine sachkundige Führung durch die ruinösen Ruinen der Festung Mont Royal. Die Anlage wurde zwischen 1682 und 1687 auf Befehl von Ludwig XIV nach Plänen des genialen Baumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban erbaut, um die französischen Interessen am Rhein zu schützen. Die nackten Zahlen sind beeindruckend: 8000 Fronarbeiter, 50 Ha Fläche, 20 Meter hohe Mauern, geplant für 8450 Soldaten und 3000 Kavalleriepferde. Es war die modernste Festungsanlage seiner Zeit. Die Zitadelle wurde nie ganz fertig, auch waren die Betriebskosten viel zu hoch. Und was kein Gegner geschafft hatte, besorgte der französische Erbfeind schließlich selbst. 1698 wurde Frieden geschlossen und die Anlage innerhalb von nur fünf Monaten gesprengt. Der Sonnenkönig bekam als kleine "Entschädigung" das (damals) deutsche Straßburg. So endete dieser unnahbare und fast unbekannte Gigant fast spurlos unter Schutt und Gestrüpp - versunken und vergessen. Erst in den 1930er Jahren wurden die Überreste wieder ausgegraben. Nun war es auch schon wieder Zeit für die Rückfahrt. Unterwegs legten wir noch einen Zwischenstopp im Kloster Machern ein. 1238 gegründet "liegt dieses überaus malerische, einstige hochadelige Zisterzienserinnenkloster, dieses Monasterium, zwischen Wald und Rebe am Eingang einer romantischen Talschlucht gebettet, bespült von des Flusses weitschwingender Kerbe in lieblicher Abgeschiedenheit. Elf Pappeln halten vor Gut und Park getreue Wacht und behüten eine große klösterliche Stille" (Ludwig Mathar "die Mosel", 1925). Romantik? Stille? Das war einmal. Die letzten Nonnen sind bereits 1802 ausgezogen. "Eingezogen" in dieses "pfälzische Hofbräuhaus" sind dafür jede Menge Tagestouristen. Und es fehlt an nichts: Spielzeugmuseum, Hausbrauerei und -destillerie, Klostergarten. Ja, und in der kleinen Kapelle direkt neben dem lauten Schankraum, findet man sie dann doch noch: die Stille. Pünktlich um 18:00 Uhr lieferte uns Chauffeur Werner wieder wohlbehalten in Sandhausen ab. Was bleibt noch? Es waren wieder tolle Tage, die viel zu schnell vorbei gingen. Und ganz zum Schluss wie immer die Gratulationstour. Ein großes Dankeschön und einen dicken Schmatz unseren beiden Gabi(y)s.vom Vergnügungsausschuss. Die mühevolle Arbeit hat sich auch diese Jahr wieder gelohnt. Ihr seid die Besten. 
 
Bericht: Thomas Hirscher Fotos: Uschi & Thomas

Ball pompös in der Festhalle

Unser heiter-beschwingterKappenabend

"Her, war des schee!" So erschallte die vierte Stufe unserer ganz speziellen SoundHouse-Rakete am vergangenen Fastnachtssamstag viele Male. Erneut verwandelte unser 11. Jubiläums-Kappenabend die Festhalle in einen Käfig voller Narren. Und diese ließen sich in Puncto Verkleidungen nicht lumpen: Der Klerus schickte Kardinäle, Nonnen und Mönche. Aus dem Altertum reisten Ramses, Kleopatra und Cäsar an. Das Übernatürliche war durch Hexen und Vampire, das seefahrende Volk durch Matrosen, Kapitäne und räuberische Piraten vertreten. Aus dem Ausland kamen Mexikaner, Chinesen und Araber.Der Fanfarenzug Wiesenbach eröffnete das närrische Treiben.Wie immer in voller Montur, doch diesmal, dank LED, auch in voller Beleuchtung. Nach diesem erquickenden Tschinderassa Bumm übernahm unser Driemtiem Marianne und Christian das Mikro, um fortan durch das folgende, mehrstündige Programm zu führen.Die Tanzgarde des Frohsinn Rot legte eine kesse Sohle auf das Parkett und bei Tanzmarie Mira Zappel lief man Gefahr, durch die akrobatischen Verschlingungen, Spagate und Flicflacs seekrank zu werden. Zudem waren die Mädels in  ihren Kostümen ein echter Hingucker. Ups, war das jetzt sexistisch? Zwischen den Tanzeinlagen unterhielten sich zwei Putzfrauen, gespielt von unseren Aktiven Heike und Christian, über die Eigentümlichkeiten von Fremdwörtern. Dabei brachte Marie so manches durcheinander und damit Herta zur Verzweiflung. Jetzt weiß auch der letzte Narr, das "Othello, der Mord war nicht nötig" vom berühmten Grammatiker Shakespeare stammt. Vor der ersten Unterbrechung wurde noch "Wer wird Bürgermeister?" gespielt. Dabei musste Gemeindehäuptling Georg Kletti anhand von 10 Fragen beweisen, dass er für die nächsten acht Jahre gut gerüstet ist. Dank der gütigen Unterstützung des Publikums und der Kwismeister Marianne Jauch und Günther Niemann gelang ihm das auch mit Bravur. Zur Belohnung durfte sich unser Bürgermeister zusammen mit First Lady Denise am Gangman Style versuchen. Wir müssen zugeben, er machte dabei eine gute Figur, auch wenn das Resultat wohl etwas völlig anderes darstellte. Direkt nach der Verschnauf- und Tanzpause erfuhren die Zuschauer wieder saarländische Weisheiten von unserem Heinz Becker alias Holger Scheid. Er palaverte gewohnt bedächtig über Laubsauger, seltsamen Kurzschlüssen und stellte fest, dass die entscheidende Frage des Pfarrers bei der Trauung ("Willst du die wirklich...) sowieso immer eine Fangfrage ist. Munter weiter ging's mit der ersten Bütt des Abends. Jutta Barié Scholl war Stewardess Uschi Huhn von Chicken Wings Airlines. Während des Nonstop-Billigflugs Frankfurt - Hawaii über Paderborn und Zweibrücken, erklärte sie den Unterschied zwischen 1. Klasse (Küchenstuhl mit Lederbezug), 2. Klasse (Campingstuhl ohne Bezug) und Holzklasse (drei Backsteine mit 'nem Brett drüber). Der Pilot ist übrigens immer der mit der gelben Binde und den drei schwarzen Punkten drauf. Wem da jetzt Bedenken kommen, der sollte noch schnell eine Reiserücktrittversicherung abschließen, natürlich im Airline-eigenen Bestattungsinstitut "Flieg tief" - es war einfach köstlich. Plötzlich ging im Narrentempel das Licht aus. Erst- aber vielleicht nicht letztmals betrat unser Ü39-Damen-Showballett die Bühne. Nur so nebenbei: "Ü" bedeutet nicht "ünter" Mit Schwarzlicht kam zuerst Michael Jackson's Thriller und danach Rocky Horrors Time Warp zur Aufführung und zwar so außerirdisch gut, dass das Publikum eine Zugabe forderte und bekam. Die neun Damen wurden von Koutsch Jutta Wolf auf Vordermann gebracht. Dafür gab's einen schönen Blumenstrauß. Die zweite Bütt gehörte Jochen Barié, der als altgedienter Feuerwehrmann Sicherheitshinweise nach dem Motto gab, "die VIPs sollen sich im Falle eines Brandfalles sofort melden, die dürfen dann das Feuer nämlich austreten". Für das musikalische Momentum sorgte Superstar Lady Gaga mit dem gleichnamigen Song, nicht im legendären (Frisch-)Fleischkleid, aber immerhin im knappen, sexy Minirock. Conny Knobel konnte sich dafür bei unseren Gästen wahre Beifallsstürme abholen. "Wie geil ist das denn?" Mit dieser Frage ging der neue Nachbar unserer Hausfrau Jutta Herzog gehörig auf die Nerven. Mit den Geschichten über "Neigschneide" in Sandhausen ließ sie die Lachtränen der Jecken gleich literweise kullern. Was fehlt noch? Freilich, das Männerballett als letzter Programmpunkt. Frisch von der Copacabana eingetroffen, betraten neun , im wahrsten Sinne des Wortes, pfundige - hüstel - "Damen" das Sambadrom, um zu brasilianischen Rhythmen eine Samba, oder so was ähnliches, formvollendet zu präsentieren. Die Narren kreischten vor Vergnügen. Für das Einstudieren dieser "Samba" und das Nähen der tollen Kostüme gab es natürlich einen Blumengruß für Petra Barié, Inge Herzog und Beate Günther. Mit der obligatorischen Zugabe endete nach fast fünf Stunden das offizielle Programm unseres 11. Kappenabends. Anschließend durfte zu Stimmungshits unserer unermüdlichen Showband "Sound Style & The Rollers" noch bis in den frühen Morgen getanzt oder an der Bar verweilt werden.

Für eine solch lange Veranstaltung bedarf es der Hilfe vieler Leute. Wir bedanken uns bei Mutze Light, dass er uns nicht im Dunkeln hat stehen lassen, Ingrid und ihrem Team vom Hardtwaldrestaurant und den vielen Helfern auf und hinter der Bühne, an der Bar,  und im Festhallenrestaurant.

Die nächste Fastnachtskampagne ist ziemlich lang. Daher sehen wir uns erst wieder am Samstag, 1. März 2014. Dann machen wir das Dutzend voll. Vielleicht hängen bis dahin auch schon die neuen Girlanden am Festhallenhimmel.
 


 
 
     
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