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Alles Liebe und Gute

Alles Liebe und Gute
Am Samstag feierte unser Edelfan, Frau Lioba Sommer, ihren 75. Geburtstag. Frau Sommer, die Mutter unserer Sängerin Uschi Köhler, ist eine treue Anhängerin von uns seit der ersten Stunde. Sie verpasst nur äußerst selten einen Auftritt. Da versteht es sich von selbst, dass wir zu ihrem Ehrentag ein Ständchen brachten. Nebenbei unterhielten wir beim Einsingen auch noch die Walldorfer Hauptstraße. Die "Bezahlung" erfolgte übrigens in Form eines kleinen Sektempfangs.
Thomas Hirscher 




Russisch für Anfänger

Viele Chöre probieren sich außer an deutschen oder englischen Liedern auch mal an anderssprachigen Stücken. Da unsere Chorleiterin Julia aus Russland stammt, liegt es natürlich nahe, ein russisches Lied einzustudieren. Für uns hat sie ein sehr interessantes Lied ausgesucht Seit einigen Wochen proben wir "Dorogoj Dlinnoju". Der Schlager aus den 1920er Jahren ist eines der bekanntesten russischen Lieder überhaupt. Es geht um eine Troika und wie das Gespann mit drei Pferden und Glocken "den langen Weg entlang" (so die wörtliche Übersetzung des Titels) läuft. Weltberühmt wurde das Lied durch die Verfilmung des Romans von Dostojewsky " Die Brüder Karamassow (1958). Die englische Version "Those Were the Days", gesungen von Mary Hopkin, wurde 1968 ein Welthit und verkaufte sich millionenfach. Das Lied wurde noch in vielen anderen Sprachen aufgenommen, darunter Deutsch ("an jenem Tag mein Freund"), Französisch, Spanisch, Italienisch und sogar in Dänisch, gesungen von Gitte Haenning. Wer schon mal ein Konzert von Helene Fischer besucht hat, weiß, dass das Stück Bestandteil ihres russischen Medleys ist. Zum Glück singen wir es in Lautschrift. Auch noch extra das kyrillische Alphabet zu lernen, wäre dann doch des Guten zu viel..

Thomas Hirscher


Wann wird´s mal wieder richtig Kerwewetter?

Mit Sonnenschein an allen drei Tagen und nicht so kalt wie im letzten Jahr. Das haben sich am Freitag bei Dauerregen sicher bestimmt viele gefragt. Und dann pünktlich nach dem Umzug hat es - wupp - gemacht und unser Kerwewetter war wieder da.

Die Kerwe ist passé. Sie war wieder wunderbar wie jedes Jahr. Aber wie läuft bei uns eigentlich so die Kerwe ab? Also:

Donnerstag: Abends Aufbau des Festzeltes, anschließend Singstunde

Freitag: Zelt einräumen, dekorieren, Küche einbauen, Kühlwagen bestücken; Strom- und Wasseranschluss legen

Samstag: Zelt fertig einräumen; Flammkuchenofen aufbauen (da sind die starken Männer gefragt, weil sauschwer); dazwischen Einsingen im Alten Feuerwehrhaus und Auftritt bei der Eröffnung der Hobbykünstlerausstellung; nachmittags Umziehen für den Kerweumzug und Teilnahme am Selbigen, diesmal mit dem Motto "Bayern" und "bayerischer Tanz". Die Mädels in feschen Dirndln, die Burschen in schmucken Krachledernen. Danach fröhliches Kerwetreiben und Arbeit, Arbeit, Arbeit

Sonntag: Fröhliches Kerwetreiben und Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Montag: siehe Sonntag; abends anfangen Zelt auszuräumen.

Dienstag: Zelt vollends ausräumen und abbauen; Inventar in Garage verstauen; abends entweder bei Schlumpelverbrennung mitmachen oder todmüde, aber glücklich ins Bett fallen.

Glücklich? Ja, weil das Wetter endlich wieder hielt, was es am Fest der Feste eigentlich immer zu halten hat: sonnig und recht warm und bloß kein Regen. Sollte es doch geregnet haben, dann breiten wir darüber ganz einfach den Mantel des Schweigens aus.Und glücklich natürlich auch über unsere zahlreichen Kerwegäste, die sich wie immer bei uns pudelwohl gefühlt haben.

Wir bedanken uns wieder mal bei:: Kuchenbäcker und Tortenspender, Helfer im Zelt, in der Bar und in der Küche (765 verkaufte Flammkuchen - neuer Rekord), Installateure, Elektriker und Umzugsteilnehmer. Man muss es nicht extra erwähnen, dass wieder viele einige Urlaubsrage für die Kerwe geopfert haben.

Bilder von der Kerwe gibt es nächste Woche.

Thomas Hirscher


Eine Tausendsassa feiert einen Runden

Am vergangenen Samstag war Party angesagt. Eingeladen hatte unsere Sängerin Jutta Herzog, die am 29. September ihr 50. Wiegenfest begangen hatte. Jutta ist nicht nur eines unserer Gründungsmitglieder, sondern auch das dienstälteste Vorstandsmitglied. Seit der Gründung unseres Chors 2002 wacht sie als "Finanzministerin" über unsere Einnahmen und Ausgaben. Zudem übernimmt sie für diverse Festlichkeiten wie die Kerwe oder unserem Kappenabend den Einkauf.  Ihr Verhandlungsgeschick ist bei allen Händlern im Umkreis gefürchtet. Apropos Kappenabend: Als Sandhäuser Fastnacht-Urgestein steht sie seit Jahrzehnten in der Bütt. Auch bei uns hat sie stets die letzte Bütt des Abends. Wenn sie im breitesten Sandhäuser Dialekt das Gemeindeleben auf die Schippe nimmt, kullern die Lachtränen der Narren literweise. Völlig überraschend  brachten wir ihr mit unserem Vizechorleiter Thomas Hambrecht  auf dem Fest ein kleines Ständchen, über das sie sich wirklich sehr gefreut hat. Ach ja, die gegrillte Lammkeule war ein Gedicht.

Thomas Hirscher   



Einführung der Konfirmanden

Unser 1. Heimspiel mit Chorleiterin Julia

Ein niegelnagelneues Keyboard plus eine neue Chorleiterin, das macht einen gelungenen Auftritt. Der letzte Sommer-Sonntag stand ganz im Zeichen der Einführung der Konfirmanden in der Sandhäuser Christuskirche, welche wir schon seit Jahren musikalisch umrahmen. Der Gottesdienst stand unter dem Motto "den Lebensweg finden" Dazu hatten wir und unsere Chorleiterin Julia die Stücke "Amazing Grace, "Hallelujah" und "That's What Friends Are For" ausgesucht. Besonders das letzte Stück passte wie die Faust aufs Auge, denn auf dem Weg ins (Erwachsenen-)Leben ist es immer hilfreich, wenn einem wirklich gute Freunde mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bereits am kommenden Samstag haben wir mit einem Hochzeitsingen in der katholischen Kirche in Schwetzingen den nächsten Auftritt.



 

RNZ Artikel 08.2014




Golfen mit SoundHouse!

Schönstes Wetter, Sonnenstrahlen, die zwischen den alten, Dünen liebenden Kiefern in hellen, bewegten Mustern den Sandboden erwärmten, machten ein Feeling wie am Meer. Es war nicht schwer sich Wasser und Wellen und Meeresrauschen noch hinzu zu denken. Der mediterrane Akzent und Lebensstil des Betreibers der Anlage tat noch das Seinige dazu. Urlaubsstimmung, auch daheim in Sandhausen, leicht gemacht. Wie schon in den Jahren zuvor fanden sich auch dieses Jahr wieder viele Ferienspaß-Kinder zu dem schon traditionellen Minigolfspiel an zwei Tagen beim SoundHouse-Chor ein. Die Mädchen waren dieses Jahr in einer erwähnenswerten Überzahl. Frei nach dem altem deutschen Sprichwort: "Erst die Arbeit dann das Vergnügen" mussten sich alle Teilnehmer vorab am Saubermachen der Bahnen beteiligen, da sich der sonst so eifrige Reinigungstrupp bereits im Urlaub in Italien befand. Als fast schon alles sauber war erschien dann doch, das ist wohl südländische Lebensart/Lebenskunst, noch ein hiergebliebenes Mitglied, offensichtlich der Boss des Reinigungs-Clans mit der Laub-Blas-Maschine um unsere Vorarbeit zu krönen. Nun warteten alle voll Spannung auf das Austeilen der Bälle und Schläger und die Einteilung in fünf etwa gleich starke Mannschaften. Jeder Mannschaft stand ein Chormitglied, meist aktive Sängerinnen, aber auch zwei jugendliche Söhne von Chormitgliedern, als Schreiber und über Regeln wachendes Auge zur Seite. Nun ging es auf den nun "sauber geblasenen Bahnen" in die Spielrunden. Das Einlochen gelang den meisten erstaunlich gut, so dass nur selten die verhasste Höchst-Punktezahl sieben vergeben werden musste. Dank der guten Disziplin der Mädels und Jungs und der lockeren Handhabung der Regeln, gab es auch keine Scherereien über vermeintliche Vor - oder Nachteile zwischen oder innerhalb der Mannschaften. Das Bewegen im Freien machte die Kinder sichtlich locker und der Spaß am Spiel kam somit auch nicht zu kurz. Es wurde zügig gespielt. Die Spannung stieg. Die Punktelisten wurden dem Schiedsgericht zur Kontrolle übergeben. Zur Überbrückung und Beruhigung bis zur fertigen Auswertung und Siegerehrung gab es freie Getränke und jeder Mitspieler durfte sich dazu noch ein echt italienisches Eis aussuchen. Die heiß ersehnten Preise und Trostpreise, die eifrige Sponsoren und die Gemeinde gestiftet hatten, zogen so manche Blicke auf sich. Das selbsternannte Schiedsgericht verkündete alsbald mit Spannung die Gewinner. An beiden Spieltagen waren es ein Mädchen und zwei Jungs die die ersten drei Plätze ergatterten. Die Älteren hatten offensichtlich doch kleine Vorteile. Die weiteren Teilnehmer bekamen fürs Mitmachen jedoch noch ganz tolle Trostpreise. Am Ende gingen dann alle mit einem guten Gefühl und der Erinnerung an einen schönen Sommertag bei "SoundHouse and friends" fröhlich nach Hause. Dem Ferienspiel-Team, den Sponsoren, der Gemeinde, den Teilnehmern sowie dem Wettergott ein Dankeschön für Spiel und Spaß in der freien Natur.

Siegfried für SoundHouse


Endlich Sommerpause? Beinahe!

Es ist August, es ist heiß und es sind Sommerferien. Alles fährt in Urlaub. Auch unsere Chorleiterin Julia gönnt sich einen Heimaturlaub im schönen Kasan am sagenumwobenen "MütterchenWolga". Singstunde ohne Dirigentin und ohne Sängerinnen und Sänger? Geht natürlich auch nicht. Daher machen wir den Laden dicht bis zum 4. September. In den kommenden vier Wochen heißt es ausruhen, Stimme schonen und Kräfte für die anstehenden Aufgaben und Auftritte sammeln. Doch halt! Ganz untätig sind wir auch in den "grandes vacances" nicht. Die Gemeindeverwaltung hat angefragt, ob wir uns wieder als Betreuer für das Kinder-Ferienprogramm zur Verfügung stellen wollen, und, klar doch, machen wir gern. Am 5. und 12. August werden daher wieder einige von uns aufpassen, dass beim Minigolfspielen alles mit rechten Dingen zugeht und keines der Kinder mogelt. Wir werden mit Argusaugen darüber wachen.

Besuchen Sie uns doch mal auf unsere Homepage SoundHouse-Chor.de und auf Facebook: www.facebook.com/SoundHousechor.sandhausen.

Wir freuen uns über viele "Gefällt mir"

Thomas Hirscher


Thüringen is(s)t nicht nur Bratwurst

Famoses Wochenende im Oster der Republik

" Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen". Zur Bestätigung dieses Zitates von Johann Wolfgang von Goethe verschlug es uns am letzten Wochenende bei unserem Vereinsausflug nach Thüringen. Genauer gesagt nach Eisenach, Erfurt und ins Kulturmekka Weimar. Die Hinfahrt am Freitag nach Eisenach zog sich zwar durch einige Staus in die Länge, dafür wurden wir aber mit Schnittchen, Häppchen und diversen Getränken bestens bei Laune gehalten. Als wir gegen 19:30 Uhr auf der Wartburg ankamen, war die Zugbrücke bereits hochgezogen. Machte aber nichts. Extra für uns wurde sie nochmal herunter gelassen, ja, unsere Führerin nahm sich sogar noch mehr Zeit als üblich, um uns die abwechslungsreiche Geschichte einer der wichtigsten deutschen Burgen näher zu bringen. Die Wartburg, erbaut 1067, ist eng mit Martin Luther verbunden. Dieser musste sich bekanntlich 1521/22 als Junker Jörg auf der Festung vor seinen Häschern verstecken. Weil er nicht viel zu tun hatte und vielleicht auch aus Langeweile übersetzte er halt mal kurzerhand das neue Testament aus dem lateinischen ins deutsche. Hätten sie's gewusst, dass er dafür nur ca. 10 Wochen brauchte? Zwischendurch wurde er immer mal wieder vom Teufel bei der Arbeit gestört, nach welchem er mit dem berühmten Tintenfass warf. Der Fleck an der Wand ist mittlerweile verschwunden, der Beelzebub ist immer noch da, wenn auch nur als Modell. Von besonderem Interesse aus gesangvereinlicher Sicht war für uns aber auch der sogenannte (Minne-)Sängerkrieg von 1207. Doch diese so lebhaft und dramatisch geschilderte Begebenheit, die in Wirklichkeit ein Dichterwettstreit war, ist leider nur eine Fiktion. Trotzdem ließ sich unsere Chorleiterin Julia davon nicht abhalten und intonierte im großen Festsaal spontan das "Amazing Grace". Das waren wahrlich fast zwei sehr interessante und informative Stunden. Es ist wirklich toll so ganz alleine durch die menschenleeren Gänge einer Burg zu wandeln und den Hauch der Jahrhunderte auf sich wirken zu lassen. Erst um 23:30 Uhr kamen wir in Weimar an. Ziemlich erledigt fielen die meisten von uns in der Jugendherberge "Maxim Gorki" (da weiß man doch gleich, wo man ehemals gewesen wäre) in die Kojen. Kultur, Kunst und Geschichte sind das Aushängeschild der Stadt Weimar. "Weimar ist ein schöner Platz zum Sterben", dieser etwas morbide Ausspruch unseres Stadtführers Dr. Rudolf bezog sich auf die Tatsache, dass sämtliche berühmte Persönlichkeiten wie Goethe, Schiller oder Herder "nur" in der Stadt gestorben sind. Und Carl Zeiss, der berühmteste Sohn der Stadt, hat auch noch ausgerechnet im Nachbarort Jena Karriere gemacht. Das nennt man wohl Pech gehabt. Dr. Rudolf sorgte in der vierstündigen (!) Tour am Samstag mit seinem kenntnisreichen Vortrag, immer gewürzt mit viel (furz-)trockenen und schwarzen Humor, dafür, dass wir trotz der vielen Informationen mit denen er uns fütterte noch mehr Spaß dabei hatten. Vormittags begegnete uns auf Schritt und Tritt die Literatur. Unser Gästeführer wusste viele Geschichten und Anekdoten zu erzählen, natürlich über Goethe und Schiller, aber auch Herder, Wieland und Bach (ja, der hat auch mal in Weimar gelehrt).blieben nicht unerwähnt. Die Mittagspause verbrachten wir getreu dem Aushang an einem Bistro: "Goethe würde Schnitzel essen! (Schiller auch). Einige von uns konnten es aber auch in der Pause nicht lassen und schauten sich die weltberühmte Anna-Amalia-Bibliothek an (ca. 1 Mio. Bücher und Dokumente). Nachmittags gab es erst ein Ständchen vor dem Nationaltheater, und dann vertiefende Einblicke in das Leben von Goethe und Schiller (an den beiden kommt man in Weimar nicht vorbei). Eine herrlich makabre Anekdote über Letzteren: Schiller war gestorben. Vor seinem Begräbnis setzte man noch schnell eine Obduktion an. Er wurde also auf dem Küchentisch (!) seines Hauses fachgerecht zerlegt und weidmännisch ausgenommen. Es zeigte sich, eine langjährige TBC hatte ihn dahingerafft. Schillers Einzelteile wurden erst in einem Massengrab und später - wie es sich gehört - in der Fürstengruft bestattet. Vor einigen Jahren wurde festgestellt, im Sarkophag lagen die Überreste von mindestens vier Personen. Dass waren dann doch drei zu viel. Da man keine der Gebeine dem Dichter zuordnen konnte, ließ man den Sarg einfach leer. Niemand weiß, wo der große Dichter wirklich seine letzte Ruhe fand. Ein Schicksal, das er sich mit Mozart teilt, aber das ist eine andere Baustelle. Goethe hingegen, der sich bei der Beerdigung seines Freundes davon gemacht hatte, weil er nicht so auf Begräbnisse stand, ruht noch nebenan und ist auch echt, jedenfalls bis auf Weiteres. Blitz und Donner zwangen uns dann zu einem längeren Aufenthalt in der Bauhaus-Universität. Bauhaus? Schon mal gehört? Nein, das ist nicht der freundliche Handwerkermarkt um die Ecke. Es handelt sich um eine 1919 in Weimar gegründete Kunstschule. Sie war die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs. Ihre Hauptvertreter Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe sind heute noch Vorbilder vieler Künstler und Architekten. Dieser Rundgang, den unser Stadtführer mit seiner unnachahmlichen Art zu einem einzigartigen Erlebnis machte, endete mit einem Abstecher auf dem historischen Friedhof und einem Blick auf das Franz-Liszt- Haus am Ilmpark. Weimar: eine kleine Stadt, nur 65000 Einwohner, aber mit so großer Geschichte. Zum Abendessen fuhren wir nach Bad Berka ins "Brauhaus". Es wurde ein langer, fröhlicher und gesangreicher Abend, der seine Fortsetzung noch in der Jugendherberge fand. Doch das war noch lange nicht "der Weisheit letzter Schluss" (nochmal Goethe, Faust II). Zum Ende unseres Gastspiels statteten wir der Landeshauptstadt Thüringens einen Besuch ab. Erfurt ist mit seinen 205000 Einwohnern (davon wohnen alleine 18000 in der Altstadt) eine sehr quirlige Stadt, reich an Fachwerkhäusern, engen Gassen und Kirchen, 20 an der Zahl. An der größten, dem Erfurter Dom, erwartete uns schon eine fachkundige Führungskraft. Erste Station der einstündigen Tour war eine unscheinbare Grünpflanze, der Färberwaid. Diesem Grünzeug verdankte die Stadt im Mittelalter ihren Reichtum. Daraus wurde nämlich ein blauer Farbstoff, der Indigo, gewonnen, der sich teuer verkaufen ließ. Weiter liefen wir zu einem ganz besonderen Bauwerk. Die alte Synagoge aus dem 11. Jh. ist die älteste Synagoge in Mitteleuropa. Ab 1349 bis Ende des 19. Jh. wurde das Gebäude als Lagerhaus genutzt, danach war es Gaststätte mit Tanzsaal und Kegelbahn. Der eigentliche Sinn und Zweck geriet über die Jahrhunderte ganz in Vergessenheit. Heute wird die Synagoge als Museum genutzt. "Hier geht´s weiter!" So unser Gästeführer.Wir standen am Ufer der Gera. Um auf die andere Seite zu kommen, mussten wir einen Umweg nehmen oder durch den Fluss. Ein Witz? Kein Witz! Also schnell die ohnhin schonk kurzen Hosen noch kürzer gemacht und los. Eine eiskalte Kneippkur bei hochsommerlichen Temperaturen. Herrlich erfrischend. Auf der anderen Seite stand schon die riesige Predigerkirche, eine Dominikanerkirche aus dem frühen 14. Jh. Auch hier wurde nochmal die wunderbare Akustik mit einem Lied greifbar gemacht. Für den monumentalen Dom (erbaut 1154-1465) blieb vor der Abfahrt nach Haus leider nicht mehr viel Zeit. Gerne hätten wir dort auchnoch etwas zum Besten gegeben.

Wir und unsere Chorleiterin Julia, die uns das erste mal begleitete, haben ein wahnsinnig wunderbares Wohenende hinter uns, das wieder viel zu schnell vorbei war.

Ein Riesenkompliment geht an unsere nimmermüden Ausflugsfeen Gaby und Angelika, di uns diesen zauberhaften Vereinsausflug beschert haben.

FAZIT: Der nahe Osten, der für viele doch noch so fern ist, war eine Reise wert. Fahren sie mal hin, es lohnt sich!

Text: Thomas Hirscher
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Ins kalte Wasser geworfen und die Feuertaufe bestanden

Klasse - 1. Auftritt mit Julia beim Singenden Schloss

Kann ein Schloss singen? Natürlich nicht, aber der Gesang von  mehr als 1700 Kehlen hat die altehrwürdigen Mauern des Heidelberger Schlosses beim Sängerfest "Singendes Schloss" erzittern lassen. Einstürzen konnte da zum Glück nicht mehr viel, ist ja schon eine Ruine. Geschlossen fuhren die meisten von uns mit der Bergbahn zum Schloss hoch. Nach dem Einsingen noch schnell ein Fotoshooting mit einer japanischen Touristin (man kennt uns jetzt auch in Japan). Nachdem sich Blitz und Donner rechtzeitig verzogen hatten, konnten wir auch pünktlich um 12:45 Uhr beginnen. Mangels einem Keyboard machten wir aus der Not eine Tugend und sangen erstmals alle Stücke a capella. Aber darauf hatte uns Julia in den vergangenen Wochen schon vorbereitet. Vor zahlreichen Zuschauern brachten wir zwei brandneu einstudierte Lieder, "Only You" ,ein Stück von "Yazoo" aus dem Jahre 1982, die Älteren werden sich vielleicht noch daran erinnern, die heimliche schottische Nationalhymne "Amazing Grace (tolle Soli von Uschi und Lena) sowie  " This  Little Light Of Mine"  und "Clap Your Hands" zum Gehör. Für diesen tollen ersten Auftritt mit unserer neuen Chorleiterin Julia spendete das begeisterte Publikum natürlich gerne und lange Beifall. Und wie sagte doch Reinhard Zigahl, der Bezirksreferent des Chorverbands Kurpfalz Heidelberg: So muss es sein. Ein Chor, der die Musik und den Gesang lebt. Das wollen die Zuschauer hören und sehen!" Nach unserer Darbietung verteilten wir uns im Park und lauschten noch den anderen, durchweg hervorragenden Chören. Und abends tanzten unsere deutschen Adler mit der argentinischen Albiceleste einen dramatischen Tango und holten sich den vierten (Weltmeister-)Stern ab. Ein perfekter Tag!

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Ein Portrait

NAME: Julia   BERUF: Chorleiterin

Es ist vollbracht. Die CLFK (Chorleiterfindungskommission) hat es sich nicht leicht gemacht. Wo­chenlang wurden die zahlreichen Bewerbungen gesichtet und geprüft. Einige Kandidaten wurden zur praktischen Prüfung, d.h. zur Probesingstunde, eingeladen. Aber schließlich war die letzte Be­werberin die Erste. Unsere neue Chorleiterin heißt Julia Willberger.

Ein Portrait: Julia ist 36 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Kasan in Russland, lebt aber seit 16 Jahren in Deutschland. In Russland hat sie ein Studium als Grundschul- und Musiklehrerin abgeschlossen und eine dreijährige Ausbildung zur Stimmbildnerin anghängt. In den Chören Heaven´s Gate (Ludwigshafen) und Women´s Voice (Neulußheim) war sie bereits als Vizechorleiterin aktiv.
Für letzeren Frauenchor hat sie zusammen mit dem Chorleiter und einer Sängerin anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Dachchores, dem AGV "Harmonie", ein Musical mit selbst komponierten Liedern geschrieben, welches 2013 mit der badischen Chorprämie ausgezeichnet wurde.

Weiterhin ist sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig und gibt Klavier- und Gesangsunterricht.

Mit ihren beiden Kindern lebt Julia in Hockenheim.

Wir freuen uns auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserer neuen Chorleiterin.


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Abschied von unserem Chorleiter Özer Dogan

Am Donnerstag, den 27. März 2014 hieß es beim SoundHouse-Chor Abschied nehmen von unserem Chorleiter Özer Dogan.

Als bleibende Erinnerung gab es von uns den "SoundHouse-Chor to go" und ein süßes e-Piano von Familie Münkel.

Lieber Özer, wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute und freuen uns jetzt schon, wenn wir uns bei diversen Auftritten wieder sehen.
DANKE FÜR DIE SCHÖNE ZEIT!!!


Ein Volltreffer mitten ins Narrenherz

Unser 12. Kappenabend versprühte wieder viel gute Laune

Der Fastnachtssamstag ist Kappenabendzeit in Sandhausen. Und so versammelte sich in guter Tradition  wieder ein buntes Völkchen in der fassenachtlich geschmückten Festhalle. Als da wären: Nonnen, Mönche,  Schotten, Wikinger, aber auch entflohene Sträflinge, die von Polizisten wieder eingefangen wurden, galoppierende Zebras, verfolgt von Cowboys und Indianern, die aber erst noch "das Lasso rausholen" mussten, das Bienchen Maja, leider ohne Willi, summte auch durch den Saal, Römer, die von Obelix verdroschen wurden, aus der Flasche entstieg die bezaubernde Jeannie und das Übersinnliche wurde repräsentiert durch Unmengen von Hexen, Zombies und den obligatorischen Vampire, die wohl nie aussterben. Geht ja auch gar nicht. 

Unpünktlich um 19:11Uhr brachten Gregory Riffel und der Fanfarenzug Wiesenbach die Narren  gleich mal auf siedende Betriebstemperatur. Kaum hatte der Fanfarenzug mit viel Schmackes die letzten Töne geschmettert, übernahmen unsere charmanten Moderatoren Christine und Christian das Kommando und führten fortan mit viel Witz und Grips locker vom Hocker durch das wieder mehrstündige Programm.

Als erste in die Bütt "musste" unsere " dicke" 2. Vorsitzende Marion Müller, die verschiedene  Aspekte der Abnehmkuren unter die Lupe nahm. Aber weder half FDH noch die  Weight Watchers wussten Rat. So blieb am Ende nur die Erkenntnis "ich bleib so wie ich bin". Für so viel Mut zur Fettleibigkeit gab es gleich  mal einen donnernden Applaus des bestens gelaunten Publikums.

Bühne frei nun für die Jugendgarde des Frohsinn Rot, die wunderbar elegant die Musik der Comedian Harmonists interpretierten.

Frisch importiert aus dem Saarland kämpfte Heinz Becker alias Holger Scheid mit den Tücken einer Saftpresse und grübelte über der Frage, ob man Kirschen für den Kuchen entsteinen sollte oder eben nicht. Außerdem gab es da noch einen unvorsichtigen Stubentiger, der ihm vor das Auto rannte, eine richtige Kamikatze.

 Dann war auch schon  Zeit für eine Auf-und-Nieder-Schunkelrunde mit Uschi, Özer und Roger und unserer Combo Sound Style & The Rollers.

Was hat der ehemaligen Fastnachtshochburg Sandhausen immer gefehlt? Genau, ein Karnevalsprinz. Da musste erst ein Nordlicht in den wilden Südwesten einwandern, um dem abzuhelfen. Christian Niemann sang von der Sehnsucht, einmal ein Karnevalsprinz zu sein. Nun, bei uns durfte er es sein, der arme Jong! Dafür stieg auch eine der ganz speziellen SoundHouse-Raketen in den Festhallenhimmel, denn: Her, war des schee!

Wieso sollten ein Polizist, eine Turnlehrerin, ein Maler, ein Schreiner, ein Waschweib, eine Ballerina und eine Ärztin etwas gemeinsam haben? Doch haben sie, nämlich die Kunst berufsbedingte Handbewegungen so aufeinander abzustimmen, um nicht dauernd eine "gewischt" zu bekommen. Es hat wunderbar geklappt, keiner bekam einen Satz heiße Ohren verpasst  Für dieses  formidable heitere Beruferaten, einstudiert durch unsere Sängerin Petra Barié, gab es außer einer Rakete auch noch die verdienten Standing Ovations.

Gestatten, Bond, James Bond. Die Seniorengarde des Frohsinn Rot legte zu einem Medley aus 007-Filmen ein Formationstanz in Perfektion aufs Parkett. Einfach herrlich anzuschauen, die Mädels.

Vor der Pause gab es noch Nachhilfe in Sachen zwischenmenschlicher Beziehung durch das Eheanbahnungsinstitut Kuppel. Eheberaterin Jutta Barié Scholl liebkoste nicht nur eine als Kaktus und mit Zahnstochern gespickte getarnte Gurke, sondern bewies dabei nicht nur, dass sie ein tolle Büttenrednerin ist, nein, sie ist auch eine begnadete Schauspielerin.  

Gesucht wird: ein bleeder Erwin. Während sich Polizist Jochen Barié auf die Suche nach diesem üblen Subjekt machte, schwadronierte er aus seinem beschwerlichen Arbeitsleben. Er lobte die flexiblen Arbeitszeiten, denn wenn auf einer Akte geheim steht, dann geht man eben heim oder mokierte sich über den langweiligen Job bei der Verkehrspolizei. Der interessierte Narr erfuhr auch auch dass Polizeipferde ihr A****loch immer auf dem Rücken haben. Übrigens: Erwin, der "Bleede", wurde doch noch gefasst. Er versteckte sich inkognito im SoundHouse-Vorstand!Der Beifall für "Bulle" Jochen viel lange aus und ein Rakete gab es obendrein.  

Uschi Köhler und Martina Woschko als "Die Schönen Mannheims" sangen anschließend zur Melodie von "Merci, dass es dich gibt" von "du bist der Corega Tabs in meinen Wasserglas" und die "Batterie für mein Hörgerät". Diese etwas andere Liebeserklärung kam super an und folglich gab es das Selbe nochmal als Zugabe. Da kann man nur sagen: "Merci, dass es euch gibt!"

Jutta Herzog stieg als Putzfee in die letzte Bütt des Abends und erzählte bewegende Geschichten aus ihrer alltäglichen Arbeit. Und was man da so alles aufschnappt.Dass die Gemeinde z.B. alles verbietet, auch das Konfetti werfen. Wenn das Rathaus weiter so auf die Spaßbremse tritt, steht in den Gemeindenachrichten unter Veranstaltungen nur noch, dass das Hallenbad geschlossen hat. Das laute Lachen des Publikums könnte man auch so deuten, dass wohl jeder so eine lustige Putze zum Schrubben und  Wienern  haben wollte.

 Zum krönenden Schluss kam noch das, was nicht fehlen darf. Zu den harten Klängen von "Rocky" marschierten vermummte Gestaltenin Bademänteln und Kapuzen wie weiland Sylvester Stallone durch den Saal. Kaum auf der Bühne ließen sie die Hüllen fallen und ins Rampenlicht traten neun Helden in Strumpfhosen. Es war, jawollja, das Männerballett. Und die Ballettratten  tanzten, nein keinen Tango, sondern einen wahren Klassiker, Tschaikowskys Schwanensee. Bei soviel - räusper - Anmut und Grazie mussten die Eleven natürlich eine Zugabe geben. Dafür  und für die wie immer sehr geduldige Balletttrainerin Petra Barié war wiederum eine Rakete fällig, die letzte des Abends.

Der offizielle Teil unseres 12. Kappenabends, bei dem jeder (Programm-)Schuss ins Schwarze traf, endete wieder mit einer endlosen Polonaise, die sich durch die Festhalle schlängelte. Wer noch konnte und wollte durfte danach noch lange zu den alten und neuen Fastnachtshits unserer famosen Hausband eine kesse Sohle aufs Parkett legen.

Bei so einer Fastnachtsfete gibt es aber auch Narren ,die einer fröhlichen Arbeit nachgehen müssen: Kassierer, Bedienungen, Licht- und Tonmeister, Bühnenhelfer, Aufbauer, Abbauer und, und, und. Herzlichen Dank euch allen!

Und nächstes Jahr sind alle Narren wieder schlau, geh'n zum Kappenabend und singen SoundHouse helau!

Text Thomas Hirscher

 
     
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