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Rückblick 2009

Kappenabend

Wehe, wenn die Narren los sind
Närrischer Kappenabend in der Dorfschänke

Wir befinden uns im Jahre 2009 nach Chr. Ganz Sandhausen ist fastnachtfreie Zone. Ganz Sandhausen? Nein! Einige unbeugsame Vereine wehren sich mit Erfolg gegen diesen unhaltbaren Zustand. Daher war es selbstverständlich, dass unser mitlerweile 7. großer Kappenabend am Fastnachtsamstag wieder in der Dorfschänke stattfand.

Pünktlich um 19:11 Uhr wurde es laut im Saal. Der Fanfarenzug Wiesenbach hielt Einzug und brachte das erwartungsfrohe Publikum gleich so richtig auf Betriebstemperatur. Nach dem Warm-up übernahm Moderatorin Marianne Uhrich das Mikrofon und führte von nun an witzig und charmant durch das über vierstündige Programm.

Die Juniorengarde vom "Frohsinn" Rot bewies ganz in rot ihr Können und auch die beiden Wirbelwinde Denise und Sarah Herzog, brachten mit Akrobatik pur und Flic-Flacs am laufenden Band die Stimmung zum Kochen. Da war natürlich eine Rakete fällig. Die erste von vielen an diesem Abend. Dazwischen stieg unsere Sängerin Marion Müller als Gemüsefrau in die Bütt. Sie pries allerlei frisches Gemüse vom Sandhäuser Wochenmarkt an. Es stellte sich heraus, dass Knoblauch, Lauch und Sellerie eigentlich viel zu schade zum Essen sind. Denn: "Rettich und Rübe sind gut für die Liebe" und "Gurken sind für die Schönheit da". Ja, wenn' s scheh macht. Bevor ein Sextett aus frustrierten Frauen die Bühne betrat, war die erste Schunkelrunde fällig. Unter der Anleitung von Chorleiter Özer Dogan und unserer Sängerin Uschi Köhler (Uschi + Özer = Unsere "Hausband" Sound Style) hieß es immer wieder "auf und nieder". "Männer sind Schweine" so ließen die frustrierten Grazien ihren Ärger am anwesenden starken Geschlecht aus, welches mit (nicht ernst gemeinten) Pfiffen und Buhrufen konterte. Frivole Unterstützung erhielten die Mädels von Frauenarzt "Dr." Roland Münkel.

Abreagieren konnte man(n) sich auch in der Pause auf der Tanzfläche und an der Sektbar.

Nachdem der wiesenbacher Fanfarenzug gewohnt schmissig den zweiten Teil eröffnete, hieß es "Rock me Amadeus".Die Show-Tanzgruppe vom "Frohsinn" Rot zeigte einen gekonnten Spagat aus Mozartkostümen des 18. Jh. und Tanzmusik aus dem 21. Jh. Und für SoundHouse auferstehen sogar schon längst verblichene Hollywoodstars. Conny Knobel als Marylin Monroe sang, dass "Diamonds" immer noch "A Girl' s Best Friend" sind und "I Wanna Be Loved By You" (wer will das nicht). Klar, das die Diva nicht ohne Zugabe wieder gen Himmel entschweben durfte. Danach wurde es ernst. Gemeindeoberhaupt Georg Kletti musste zum Bürgermeisterspiel auf die Bühne. Ratlose Unterstützung erhielt er durch die "große Koalition" der Gemeinderäte Ulrike Joachimsthaler (CDU) und Thomas Schulze (SPD). Das Quiz, bei dem Songs von SoundHouse zu erraten waren, wurde, wie es sich gehört, vom Chef persönlich gewonnen. Ob aus Höflichkeit oder Unwissenheit seiner Mitstreiter, die Antwort blieb offen. "Mönch" Georg Kletti durfte sich wieder setzen und überlegt nun, wann er seine 95 Thesen an die Rathaustür anschlägt. Das Programm wurde jetzt international. Zunächst stieg eine Gastarbeiterin aus Italien in die Bütt (Diana Bellemann). Sie fand das deutsche Männer im Vergleich zu ihren italienischen Pendants "saft und kraftlos und immer müde und kaputt sind" aber harte Euro sind "molto bene". Abgang Italien, Auftritt Türkei. Unsere Sängerin Tatjana Ranaldi zeigte einen orientalischen Bauchtanz, der nicht nur Männeraugen glänzen ließ.

Die Zuschauer belohnten es mit donnerndem Applaus.

Nach der Pause enterten zwei Altmeister der (Doppel-)Bütt dieselbige. Inge und Theo Herzog nahmen das Sandhäuser Ortsgeschehen auf' s Korn. Arbeitsjahr, Arbeitsgeschwindigkeit, der Kreisel auf der Schwarzen Brücke und die "verkehrsberuhigte" Bahnhofstraße, alles wurde durch den Kakao gezogen. Versteht sich, dass auch die Diljemer ihr Fett abbekommen haben. Die Narren lachten Tränen. Ohne Verschnaufpause ging's weiter mit den "Tüllis", die mit einem Schlagermedley auf den nächsten Programmpunkt einstimmten. Die letzte Bütt des Abends gehörte einem Urgestein der Sandhäuser Fastnacht. Jutta Koch als weiß gewandete 77jährige Ehrenjungfrau, wartete immer noch auf den Richtigen und wunderte sich, dass die Sandhäuser sich über sie die "Gosch" zerrissen. Das Lachen und der Beifall ließen die alterwürdige Dorfschänke in ihren Grundmauern erzittern. Zum Schluss wurde es klassisch. Das Männerballett hatte seinen Auftritt. Acht gestandene Mannsbilder in rosa Tütüs, bewiesen, dass man den Donauwalzer auch ziemlich unorthodox, um nicht zu sagen, chaotisch interpretieren konnte. Auf Vordermann gebracht wurden unsere Männer von Sängerin und Art-Directrice Petra Barié. Anschließend läutete Sound Style mit der Schlusspolonaise die "After-Kappenabend-Show" ein.

Bis in den frühen Morgen wurde nun getanzt und geplaudert. Bleibt noch anzumerken, dass das Programm wieder fast ausschließlich von aktiven und passiven SoundHouse-Mitgliedern gestaltet wurde. Das war er also, unser Kappenabend 2009.

Alle Fastnachtfans sollten sich schon mal den 13.02.2010 im Kalender rot anstreichen. Wenn es wieder heißt: "SoundHouse Helau"!

 
     
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