Nachdem vor neun Jahren der legendäre „Kappenabend“ von SoundHouse eingestellt wurde, tat dies jedes Jahr weh. Meist hatten wir unsere Chorprobe am Schmutzigen Donnerstag zu einer kleinen Faschingsparty verwandelt. Jetzt hatten zwei die Idee, für uns intern wieder eine kleine Version des Kappenabends durchzuführen. Keine öffentliche Veranstaltung, also nur intern, aber mit etwas mehr Vorbereitung. Wir freuten uns schon Wochen vorher auf „unseren“ Faschingssamstag.
Schon beim Sektempfang war klar: Wenn SoundHouse feiert, dann richtig! Dieser Abend würde bunt, fröhlich und unvergesslich werden. Durch das abwechslungsreiche Programm führten souverän und mit viel Humor Marion und Christian, den „Elferrat minus 9“.
Marion eröffnete das Programm mit ihrer Bütt und nahm Chor, Männer, Sandhausen und gleich ganz Deutschland aufs Korn. Nicht jeder trifft immer den richtigen Ton – aber Hauptsache, man singt und feiert gemeinsam. Treffender kann man unseren Chor wohl kaum beschreiben. Das Publikum fühlte sich bestens getroffen und lachte herzhaft.
Für einen der ersten Lachhöhepunkte sorgten Verena und Sébastien mit ihrem Sketch aus einer fernen Zukunft: Reproduktionshelfer unterstützen beim Fortpflanzen, eine Frau wartet gespannt – doch stattdessen klingelt ein Babyfotograf an der falschen Tür. Die daraus entstehende munter-pikante Verwechslungsgeschichte steigerte sich bis zum legendären Satz:
„Ich hole mal meinen Ständer raus.“ Ein Volltreffer für die Lachmuskeln!
Im Sketch des Chorteams wurde dann aus dem Nähkästchen geplaudert: In einer offenen Teamsitzung wurden diverse Chormitglieder liebevoll parodiert. Besonders gefeiert wurde „Chorleiter“ Roland, der einen lange vereinbarten Termin absagen musste – wegen Gedächtnistrainings. Verständnis allerseits, natürlich.
Musikalisch glänzte Christian, gebürtiger Hamburger, der sich mutig an ein kölsches Karnevalslied wagte – und das mit großer Show, viel Herz und einer Stimme, die den Saal füllte. Norddeutscher kann man Kölsch kaum singen – und gerade das machte es so gut.
Ein weiteres Highlight war die Bütt von Jutta als Putzfrau aus dem Rathaus – perfekt vorgetragen im Sandhäuser Dialekt. Unvergessen bleibt ihr Traum, als millionste Kundin bei Aldi mit Blumenstrauß und freiem Einkauf überrascht zu werden, während ihr Mann von fünf jungen Frauen träumt. Auf ihre Frage, ob sie in seinem Traum auch dabei gewesen sei, kam die trockene Antwort: Sie sei ja bei Aldi gewesen.
Zum krönenden Abschluss brachte das beliebte Männerballett den Saal endgültig zum Kochen tapfere Männer zwängten sich in rosa Röckchen, bestückt mit Luftballons im Dekolleté, und gaben zu „Oben gute Laune, unten gute Laune“ wirklich alles. Ob immer im Takt oder nicht – der Saal tobte, und kein Auge blieb trocken.
Zwischendurch wurde geschunkelt, Sandhäuser Raketen gezündet und beim gemeinsamen Finale „SoundHouse helau“ aus voller Kehle mitgesungen. Eine Polonaise schlängelte sich durch den Saal, Musik und Tanz gingen bis spät in die Nacht, und Melanie durfte sich noch über ein Geburtstagsständchen freuen.
Am Ende halfen alle beim Aufräumen – denn feiern können wir, gemeinsam anpacken aber auch. Genau das macht SoundHouse aus.
Ein rundum gelungener Abend! Ein riesiges Dankeschön geht an das Orga-Team Marion und Christian für tolle Deko, großartige Musik, ein spitzenmäßiges Programm und leckeres Essen.
Fazit: SoundHouse Helau – das war spitze!
