Musik kann Menschen verbinden – und manchmal wirkt sie sogar weit über den letzten Ton hinaus. Genau das zeigte sich jetzt bei der symbolischen Spendenübergabe des Chors Soundhouse an die Lebenshilfe Sandhausen.
Der Erlös aus zwei kleinen Konzerten (Soirée und Matinée), die der Chor im März veranstaltet hatte, wurde nun an die Einrichtung übergeben. Zur symbolischen Scheckübergabe trafen sich sieben Mitglieder von SoundHouse mit Frau Claudia Jespersen vom Sozialdienst, dem geschäftsführenden Leiter des Wohnverbundes, Alexander Rupp, sowie etwa fünf Bewohnerinnen und Bewohnern der Lebenshilfe.
Die Gäste erhielten interessante Einblicke in den Alltag der Einrichtung. Insgesamt leben hier 34 Menschen mit geistiger Behinderung, davon 16 Seniorinnen und Senioren, die nach ihrem Arbeitsleben eine abwechslungsreiche Tagesstruktur erhalten. Schnell wurde deutlich, wie vielfältig die Angebote sind – vom Basteln und Spielen bis hin zu kreativen Beschäftigungen.
Besonders beeindruckte die Besucher das neue Therapiehunde-Projekt der Organisation „Lucky Fellows“. Die Hunde besuchen regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner und sorgen mit kleinen Spielen, gemeinsamen Übungen und vielen Streicheleinheiten für Freude. Dabei geht es nicht nur um Unterhaltung: Die Begegnungen fördern auf ganz natürliche Weise Kommunikation, Gemeinschaft und Wohlbefinden. Oft braucht es dabei gar keine Worte – ein freundlicher Hundeblick oder eine sanfte Berührung sagen manchmal mehr als viele Gespräche.
Alexander Rupp berichtete außerdem, dass der Wohnverbund der Lebenshilfe Heidelberg insgesamt rund 170 Menschen in verschiedenen Wohnformen begleitet. Dabei sei es ein großes Anliegen, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ein selbstverständlicher Teil des Gemeindelebens zu sein. Dass es in Sandhausen sogar eine Bushaltestelle mit dem Namen „Lebenshilfe“ gibt, sei ein schönes Zeichen dieser Verbundenheit.
