Do. Mai 23rd, 2024

Endlich, endlich konnten wir wieder einen Chorausflug durchführen! Nach der Verschiebung von 2020 auf 2021 und schließlich auf 2022 war es endlich soweit: wir verbrachten ein Wochenende vom 6. – 8. Mai in Hessens schönster Barockstadt Fulda bei bestem Frühlingswetter!

Gleich nach unserer knapp dreistündigen Busfahrt regte Eva unsere Muskulatur und Stimmung mit „Bier & Radler-Yoga“ an, was riesigen Spaß gemacht hatte! Am Abend feierten wir Andreas und Siegfrieds Geburtstag mit einer Cocktailparty, die es in sich hatte…. Und Andreas und Siegfried konnten als Geburtstagsgeschenke einige selbstgedichtete Verse mit nach Hause nehmen.

Am nächsten Morgen wurden wir fachkundig durch die Stadt geführt und lernten so manches über Fulda. Aber wir erfuhren auch, woher der sprichwörtliche Ausdruck „alles in Butter“ kommt: die kostbaren Spiegel, die im Stadtschloss Fulda eingebaut wurden, wurden zum Transport mittels Pferdefuhrwerk in Butter verpackt, um unbeschadet anzukommen, also war eben „alles in Butter“. Und wenn der Fürst auf die Jagd gehen wollte, wurden seitlich beim Stadtpark Tücher aufgehängt, um die Tiere in seine Richtung zu treiben. Und wenn wirklich eines entwischen konnte, ist es dem Fürsten „durch die Lappen gegangen“.

Nachdem wir uns gestärkt und Fulda in kleinen Gruppen eigenständig erkundet hatten, trafen wir uns wieder beim kleinen, aber feinen Planetarium in Fulda. Nach einer kurzweiligen Entdeckung des Universums bekamen unsere Geburtstagskinder noch erklärt, wo das Sternbild Stier am Himmel zu entdecken ist.

Am Sonntag erfuhren wir einiges zur deutsch-deutschen Geschichte, die ja hier sehr eng mit der Konfrontation der Großmächte im kalten Krieg verbunden ist. Über lange Zeit belauerten sich hier im „Fulda Gap“ die Streitmächte der UdSSR und der USA im Point Alpha. Direkt hier an der Grenze zur DDR hatte die US-Army ein Camp errichtet, das stets mit 40 Mann in Alarmbereitschaft die Vorgänge jenseits der Grenze scharf beobachtete. Wäre es zu einem Krieg in dieser Zeit gekommen, rechnete man damit, dass die UdSSR an dieser Stelle angreifen würde. „Im osthessischen Raum um den sogenannten „NATO-Park“ um Rhön (heute Biosphärenreservat Rhön), Vogelsberg, Spessart und Kinzigtal ragte das Territorium des Warschauer Paktes am weitesten Richtung Westen vor und wurde daher oft als „heißeste Stelle des Kalten Krieges“ bezeichnet, da Kriegshandlungen in Form einer großen Panzerschlacht dort besonders wahrscheinlich waren. Auf wenigen hunderten Quadratkilometern standen sich mehr als 150.000 Soldaten und etwa 4.000 Kampfpanzer und andere gepanzerte Gefechtsfahrzeuge gegenüber.“ (Wikipedia)

Was ein Glück für die Menschheit, dass es dazu nie kam!

Nach einer letzten Einkehr in einem wunderschönen Biergarten an den wunderschönen Fuldaauen machten wir uns müde und glücklich wieder auf den Heimweg. Vielen Dank, Siegfried und Angelika, für die perfekte Organisation und das tolle Programm!! Wir alle freuen uns schon auf einen weiteren Ausflug im nächsten Jahr. Ideen habt ihr ja bestimmt schon dafür.

M. Bender-Krämer

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